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Handy — Ringen um BenQ Mobile noch nicht vorbei

Von mh 11 Januar 2007
 

Die Gläubigersitzung am Dienstag, bei der Hans-Jörg Beha und Sentex ihre Konzepte vorgestellt haben, lässt große Zweifel entstehen, ob eine Rettung von BenQ Mobile noch möglich ist. Die Konzepte seien zwar gut, aber die Frage der Finanzierung beider Investorengruppen ist nicht geklärt.


Der Insolvenzverwalter Martin Prager, Vertreter von Lieferanten, Kreditversicherern, IG Metall und der Bundesagentur für Arbeit sowie beide Interessenten haben an der Sitzung teilgenommen.


Trotz gegenteiliger Medienmeldung sehen sich die beiden Interessenten noch an dem Wettlauf um BenQ Mobile beteiligt. Sie wurden von der Insolvenzverwaltung zu weiteren Gesprächen bzw. Verhandlungen aufgefordert.


Die Beha Gruppe verlangt wohl bis zum 16. Januar eine Entscheidung. Insolvenzverwalter Martin Prager verlangt vor allem einen Finanzierungsnachweis.


Die Finanzierung durch die Investoren ist immer noch der Knackpunkt. Ein angemessenes Kaufpreisangebot, ein glaubwürdiges Fortführungskonzept und natürlich konkrete Nachweise für eine sichergestellte Finanzierung sind von Nöten. Allerdings hapert es momentan noch bei dem letzten Punkt, denn bisher hat weder die Investorengruppe um Hans-Jörg Beha noch Sentex damit aufwarten können.


Die Investorengruppe um Hans-Jörg Beha soll schon einen zweistelligen Millionen-Betrag als Finanzierung zusammen haben. Die Vertreter wollten sich jedoch nicht äußern.


Die finanzielle Ausstattung und Möglichkeit von Sentex ist so gut wie unbekannt, eine Kapitalerhöhung soll jedoch in Vorbereitung sein. Sentex hat sich hierzu allerdings nicht geäußert.


Außerdem existiert mittlerweile ein dritter Interessent, mit dem bereits verhandelt wird. Angeblich handelt es sich dabei um die Hamburger Bacoc-Gruppe. Die Firma will wohl bis zum 19. Januar ein konkretes Angebot unterbreiten.


Die Investoren sollen wohl nicht nur den Kaufpreis, sondern auch eine Anschubfinanzierung im dreistelligen Millionen Bereich sicherstellen.


Arbeitnehmervertreter und Gläubiger fordern ein stärkeres Engagement von Bayern und Nordrhein-Westfalen, beide verfügen über spezielle Risikokapitalfonds für Firmenneugründungen. Deren Kapital könnte nun auch für die Rettung von BenQ Mobile genutzt werden.


Die Investoren befinden sich momentan in der Angebotsvorbereitung. Unklar ist jedoch, wie viel Vermögen noch bei BenQ Mobile vorhanden ist. Laut Mitarbeitern soll die Verwertung von Einzelteilen schon eingeleitet worden sein, Möbel und andere Materialien, welche nicht zur Fortführung der Produktion notwendig sind, werden seit November durch den Insolvenzverwalter verkauft.

Keywords zu diesem Post: allgemein, telekommunikation, handy, verbrauchernews
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