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Jun 12

Medizin — Schleimige Wund(er)heiler

Verbrauchernews, Gesundheit und Medizin
Geschrieben von tm


Maden und Blutegel gehören zu den abstoßendsten Tierchen, die man sich an seinem Körper vorstellen kann. Doch die Ekelerreger sind die besten Wundheiler!

Maden sind präzise Wundchirurgen. So genau arbeit kein Mediziener. Denn Maden essen nur totes Fleisch, lebendes rühren Sie niemals an. Damit sind sie besonders geeignet um offene Wunden zu säubern. Außerdem sondern sie ein antibakterielles Serum ab, dass weitere Infektionen vermindert.

Blutegel ernähren sich von Blut. Auch sie geben infekt- und entzündungshemmende Stoffe ab, die Schmerzen und Entzündungen stillen. Weltweit für Furore sorgten die Sauger, als Dr Andreas Michalsen, Oberarzt am Klinikum Essen-Mitte, damit Patienten mit Kniegelenkts-Arthrose behandelte. Die Patienten können ihre Knie wieder vollständig einsetzen.

Um dem Ekelfaktor entgegen zu wirken, werden Maden in sogenannten Biobags auf die Wunden gelegt. Das sind teebeutelartige Stoffsäckchen, in denen die Maden sitzen. Der Stoff ist so grob, dass die Maden ungestört ihre heilende Wirkung entfalten können, ohne dass der Patient sie sieht. Blutegel werden extra steril gezüchtet. Nachdem sie ihre Wundermittel abgesondert haben, fallen sie einfach wieder ab.

Für Wissenschaftler und Ärzte ist klar, diese Tierchen haben Zukunft in der Medizin. Denn Antibiotika werden immer uneffektiver, da sich immer öfter Resistenzen bilden. Maden und Egel sind dagegen immer erfolgreiche Bakterienkiller.




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