Mehrwertsteuer: "Noch spüren die Kunden kaum etwas"
Handel: Erst ab Februar teurer - Spritpreise gestiegen
Die Deutschen werden die höhere Mehrwertsteuer nach Einschätzung des Einzelhandelsverbands HDE erst im Februar stärker zu spüren bekommen. "Der Januar ist klassischer Ausverkaufsmonat, ab Februar werden die Verbraucher dann die Preiserhöhungen im Einzelhandel auch stärker spüren", sagte Verbandssprecher Hubertus Pellengahr am Dienstag.
"Noch spüren die Kunden kaum etwas von der höheren Mehrwertsteuer." Nur etwa ein Drittel der Unternehmen könne die Steigerung jetzt direkt an die Konsumenten weitergeben: "Zwei Drittel müssen Einzelhandel und Industrie selbst tragen, weil der Preiswettbewerb zu scharf ist." Einen Preisschock werde es daher nicht geben. "Im Gegenteil: Die Unternehmen haben Probleme die Mehrwertsteuererhöhung an die Verbraucher weiterzugeben."
Auch die Vorzieheffekte der Steuererhöhung nannte Pellengahr gering: "Im vergangenen Jahr sind die Preise um 0,8 Prozent gestiegen, da kann keine Rede davon sein, dass nennenswerte Effekte der Erhöhung vorgezogen worden sind." Zum 1. Januar stieg der Mehrwertsteuersatz auf 19 von 16 Prozent. Für Lebensmittel gilt unverändert der ermäßigte Satz von sieben Prozent.
