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MySpace — Gericht schmettert 30-Millionen-Dollar-Klage gegen MySpace ab

Von ts 15 Februar 2007
 
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Wer ist Schuld, wenn eine 13-Jährige bei der Anmeldung für das populäre Community-Portal MySpace falsche Angaben macht und sie mit 14 Jahren über MySpace dann einen jungen Mann kennen lernt, der sie bei einem späteren Treffen sexuell belästigt haben soll?

Mit dieser Frage musste sich ein Richter im US-Bundesstaat Texas auseinander setzen. Geklagt hatte die Familie des Mädchens. Weil die Betreiber des Portals es versäumt haben sollen, wirksame Schutzmaßnahmen zu installieren, mit denen Minderjährige vor den Übergriffen Erwachsener geschützt werden könnten, verlangte der Anwalt der Familie im Namen von "Julie Doe" 30 Millionen US-Dollar Schadenersatz von der News Corp., der heutigen Eigentümerin des Community-Portals.

Der Richter Spam Sparks wies die Klage jedoch ab: "Wenn jemand die Pflicht hatte, das Mädchen zu schützen, dann waren dies die Eltern, nicht MySpace"

Der Anwalt der "Julie Doe"-Familie, Adam J. Loewy, zeigte sich verständlicherweise enttäuscht von der Klageabweisung. Er kündigte an, in Berufung zu gehen, und, wenn nötig, es mit einer erneuten Klage vor einem anderen Gericht versuchen zu wollen. Gegen MySpace sind noch mehrere Millionen-Klagen wegen angeblicher sexueller Übergriffe von MySpace-Nutzern gegenüber Minderjährigen anhängig. Zuletzt hatten Familien aus New York, Texas, Pennsylvania und South Carolina geklagt, weil erwachsene Männer das Portal genutzt haben sollen, um Kontakte zu den 14- und 15-jährigen Töchtern der Familien herzustellen.
Keywords zu diesem Post: allgemein, sonstiges, verbrauchernews
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